Linzer Gespräche zur Kunst: Eröffnung des Notationsobjektes - vom Festen, das Weiche

Veranstaltungsart:
Vortrag
Veranstaltungstitel:
Linzer Gespräche zur Kunst: Eröffnung des Notationsobjektes - vom Festen, das Weiche
Wann und Wo:
31.05.2017 - 19:00 - Kleiner Saal
Abhaltungsstatus:
fix
Themen:
  • sonstiger Themenbereich
  • Top Events
  • Vortrag
  • Vortragsabend, Klassenabend, Kaleidoskop
Kontakt:
Eidenberger, Josef; Univ.Prof.
Anmeldung:
Anmeldung NICHT erforderlich
Andere Konditionen:
keine
Download:
Rektorin Ursula Brandstätter im Gespräch mit Christoph Herndler über das neue Objekt im Park der Anton Bruckner Privatuniversität

Die aus kombinatorischen Prinzipien gewonnenen 24 Elemente der Notation umfassen den Raum der gedanklichen Konstruktion, die durch die Skulptur aufgespannt wird. Indem sich Spitze an Spitze fügt, entsteht aus den variablen Elementen Stabilität und eine in sich verschränkte Form. Auch wenn dieses Objekt als Skulptur betrachtet werden kann, ist es doch vielmehr Notation, eine Schrift, die sich der Kriterien und Qualitäten des Dreidimensionalen bedient. Wird in der auf Papier fixierten zweidimensionalen Variante der Komposition die Vieldeutigkeit der Zeichen durch die Drehung der Notationsgrafik erzeugt, so entsteht sie in ihrer dreidimensionalen Variante, indem sich Betrachter oder Interpreten selbst um das Objekt bewegen; so gesehen kann sich zum Beispiel Äußeres in Inneres und Hinteres in Vorderes verwandeln. Die nicht nur in historischen Kompositionstechniken immer wieder auffindbaren Kriterien von Vergrößerung, Verkleinerung, Umkehrung, Drehung oder Spiegelung werden in der Dreidimensionalität des Zeichens augenfällig. Durch die Transparenz des Objektkörpers zeigt sich sein Positiv- wie Negativraum als Verweis auf das Verhältnis von Klang und Stille. Notation ist Analyse; sie versucht zu erfassen, was sich ihr im flüchtigen Wesen des Klangs ständig entzieht. Die Größe dieses Notationsobjektes macht es selbst zu einem Zeichen, das sich nicht nur an den Kreis musikalisch gebildeter Interpreten richtet, sondern sich in seiner Lesbarkeit auch dem Außenstehenden öffnet. (Christoph Herndler, November 2015)

Programm

CHRISTOPH HERNDLER, geboren 1964, lebt in Gaspoltshofen. Er studierte Orgel, Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Elektroakustik in Wien und in den USA (CCRMA / Stanford University). 1997 gründete er das Ensemble EIS. Zu seinen Arbeiten zählen grafische und intermediale Partituren, die sich auch in außermusikalischen Darstellungsformen realisieren lassen, aber auch Notationsobjekte, Musikinstallationen und Videoarbeiten.

Kosten

Eintritt frei
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