PraxisSymposium Tanz Macht Was?! #1

Das PraxisSymposium TANZ MACHT WAS?! #1 untersucht die Relevanz von Repertoirearbeit für eine Vermittlung choreografischer und der darin begründeten tanztechnischen Verfahren. In der ersten Folge vom 6. bis 7. Dezember 2019 an der Anton Bruckner Privatuniversität wird dies am Beispiel von zwei ausgewiesenen Expert*innen des europäischen modernen und zeitgenössischen Tanzes nach 1945, Karin Waehner und Sigurd Leeder, behandelt.

 

Anhand tanzhistorischer Werke und Vermittlungsmethoden des 20.  Jahrhunderts wird das Verhältnis von pädagogischer Tanzvermittlung und künstlerischem Bühnenrepertoire im Studium für Zeitgenössischen Tanz untersucht. Karin Waehner (1926-1999) war Mitbegründerin der zeitgenössischen Tanzszene nach 1945 in Frankreich und Mary Wigman-Schülerin; Sigurd Leeder (1902-1981) war Arbeitspartner von Kurt Jooss, Mitbegründer der Labanotation, Choreograf und Schulleiter. Beide haben nicht nur selbst choreografiert, sondern auch eigene Vermittlungsmodelle entwickelt und ihre Schüler*innengeneration nachhaltig geprägt.

In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden werden Möglichkeiten einer Vermittlung zeitgenössischer Tanztechniken mittels choreografischen Repertoires sowie Möglichkeiten einer kunstbezogenen Didaktik im rekreativen Vermittlungsprozess der bühnentänzerischen Praxisgeschichte aufgezeigt. Folgende Fragen einer künstlerisch professionalisierenden Tanzpädagogik werden dabei eingehend untersucht:

  • Wie eng ist das Verhältnis einer speziell von einem zeitgenössischen Choreografen entwickelten tanzpädagogischen Methode und seinem choreografischen Werk?
  • Welche Aufgaben erfüllt der Unterricht mit spezifischen Repertoirebausteinen ausgewählter Choreografen-Pädagogen?
  • Welche Fertigkeiten können über Einstudierungen von Repertoireausschnitten erworben werden?
  • Wie können die verschiedenen künstlerisch-individuellen Vermittlungsmodelle verglichen werden? (in Folge #1 : Karin Waehner und Sigurd Leeder)

Ziel ist es, in einen produktiven Austausch zu kommen, die Studierenden der Anton Bruckner Privatuniversität an einem solchen Prozess teilhaben zu lassen und Grundlagen für eine weitere Auseinandersetzung zu erarbeiten.

Am Freitag, den 6. Dezember 2019 finden um 19:30 Uhr auf der Studiobühne der Bruckneruniversität Lecture Performances von Referierenden und Studierenden statt.

Vorträge und Diskussionen finden in englischer Sprache statt.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung für das  Symposium (mit passiver Workshopteilnahme) unter: idabruckneruniat.


Freitag 6. Dezember 2019
10:00 Uhr: Eröffnung des PraxisSymposium Tanz Macht Was?! #1
Bedeutung der Repertoirearbeit bei der Vermittlung von Ästhetik und Technik des Zeitgenössischen Tanzes

10:30 – 17:00 Uhr: Block I – Karin Waehner
Vorträge | Workshop | Diskussion mit: Friederike Lampert (CH/D), Karin Hermes (CH), Guillaume Sintés (F), Claudia Fleischle-Braun (D), Heide Lazarus (D), Annette Lopez Leal (A/D), Bruno Genty (F/A)

12:00 Uhr:  Workshop zu Karin Waehner mit Jean Masse (F) / Bruno Genty (F/A)

13:45 Uhr: Mittagspause

19:30 Uhr: Lecture Performances zu Karin Waehner und Sigurd Leeder (mit Pause)

Anmerkungen zu Choreografien | Ästhetikverständnis | Trainingsmethode mit „WEGEHEN 2“ [zu Karin Waehner] mit Jean Masse, Annette Lopez Leal, Bruno Genty, Michael Gross und „Sigurd Leeder – Der übervolle Eimer“ mit Karin Hermes und Tim Rubidge 

Samstag, 7. Dezember 2019

Zeitgenössische Praxisformen im Komplex von Pädagogik-Repertoire-Technik-Kreativität
9:30 – 13:00 Uhr: Block II – Sigurd Leeder
Vorträge | Workshop | Diskussion
mit Barbara Lüneburg (A) und allen weiteren Teilnehmenden

10:15 Uhr: Workshop zu Sigurd Leeder mit Tim Rubidge (UK) / Karin Hermes (CH)

Dance Arts Forschung Veranstaltung

Videostil aus der Dokumentation von Walter Bickmann (Tanzforum Berlin) von WEGEHEN (Aus: KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt), 2018 // Weitere Informationen und Trailer unter: http://tanzfonds.de/projekt/dokumentation-2017/karin-waehner-1926-1999-eigensinnig-in-zwischenraeumen