Tragödie "MacBeth"

Event's type:
Die Bruckneruniversitä empfiehlt
Event's title:
Tragödie "MacBeth"
When and where:
28.05.2022 - 19:30 - Landestehater Kammerspiele
Holding status:
fix
Themes:
  • Schauspiel
Contakts:
Held, Anke
Registration terms:
Anmeldung erforderlich
Other conditions:
keine
Tragödie nach William Shakespeare, Spielstätte Kammerspiele
Leitung und Inszenierung Stephan Suschke
Mit Studierenden des 3. und 4. Jahrgangs Schauspiel der Anton Bruckner Privatuniversität.

Programm

Der (ost-)deutsche Dramatiker Heiner Müller hielt sich mit seiner Macbeth-Version aus dem Jahr 1971 relativ eng an Shakespeare. Müllers Macbeth erzählt die Tragödie des Königsmörders Macbeth „in einer zirkulär verlaufenden Geschichte“, deren Plot und Charaktere zwar erhalten bleiben, die aber durch Kürzungen knapper ausfällt. Anders als bei Shakespeare bezieht sich das Grauen bei Müller nicht auf die persönliche Schuld Macbeths; Macbeth ist keine Ausnahme im Zyklus der Macht. Das tragische Ende verweist auch nicht auf eine Änderung des Systems, Macbeth ist Produkt und Repräsentant dieser Sozialordnung. Es geht um das ewig gleiche Prinzip von Machtergreifung und -erhalt, in dem Macbeth gefangen ist: Macbeth erscheint selbst als der Schlächter im Dienst einer fremden (Duncans) Sache, der mit dem Königsmord lediglich den Schritt geht – vom fremdbestimmten Schlachten zum selbst- bestimmten Morden.
Müller wendet sich gegen die tradierte Rezeption: Er drängt „die Psychologie der Gewissensqualen“ rigoros an den Rand und erzählt in äußerster Verknappung die „Story eines brutalen und blutigen feudalen Machtkampfs.“ Wo in der Shakespeare-Rezeption vom „Seelendrama“ gesprochen wurde und wo man „göttliches Fatum“ walten sah, wird in Müllers Adaption der Tragödie der blutrünstige Macbeth zu einer im „Räderwerk des blutigen Geschichtslaufs“ gefangenen Figur.

Cost

Teilnahmebetrag
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