Christian Kronreif ist neuer Professor für Jazz-Saxofon

Mit Oktober 2019 wurde Christian Konreif als Professor für Jazz-Saxofon an das Institut für Jazz und Improvisierte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität berufen. Herzlich willkommen!

Chris Kronreif wurde 1980 in Salzburg geboren und erhielt dort ab dem 10. Lebensjahr Klarinetten-, später Saxophonunterricht (ua. bei Robert Friedl) und sammelte erste Bühnenerfahrungen. 1998 führte ihn sein Weg an die Warren County High School in Virginia, wo er einerseits wertvolle Erfahrungen „an der Quelle“ im Big Band und Jazzbereich sammeln konnte, andererseits bereits künstlerisch zu überzeugen wusste und so in Toronto (Kanada) den Preis „Outstanding Soloist“ beim internationalen „Fiestaval“ verliehen bekam.

Nach seiner Rückkehr belebte er schon aktiv die Salzburger Jazz-Szene, so gründete und leitete er gemeinsam mit Gernot Haslauer das „JazzIT Stage Orchestra“ und weitere Ensembles und Veranstaltungen.

Es folgte ein Studium an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bei Harry Sokal, Allan Praskin, Florian Bramböck und Gerald Preinfalk, welches er 2007 als Bachelor of Arts mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen konnte. 

Seither wohnte und arbeitete er hauptsächlich in Wien, mit regelmäßigen musikalischen Aufenthalten in New York City (USA) und einem mehrjährigen Intermezzo in Barcelona (Spanien), worauf auch seine regelmäßige Workshoptätigkeit in Katalonien zurückgeht (ua. Tallers Musicals d’Avinyó).

Im Jahr 2005 wurde ihm in Wien der „JazzFirst Award“ verliehen und eine CD-Produktion als Solist mit der Nouvelle Cuisine Big Band ermöglicht. Es folgten zahlreiche weitere CD-Releases, als Eigenproduktion erschien unter anderem 2017 das Album „Finally“ mit der Band „Sharp 5“, 2019 erschien „Breakdown of Reality“ mit dem Niko Leopold Quartet.

Künstlerisch zeichnet Kronreif vor allem seine stilistische Vielseitigkeit aus, er spielte, tourte, arbeitete mit zahlreichen renommierten Künstlern in Europa und den USA, unter anderem mit Peter O’Mara, Marc Copland, David Murray, Christoph Cech, Martin Stepanik, José Ritmo, Jorge Rossy, Nils Landgren, Michael Abene, SK Invitational / Texta / Blumentopf, Sugar Daisy’s Hot Club, Andrea Motis, Thomas Gansch, Norbert Schneider, Mungo Jerry u.v.a. Zu erwähnen ist auch seine solisitsche Tätigkeit und Arrangementarbeit für „klassische“ Orchester und Ensembles wie die Philharmonie Salzburg oder die „Klangbrücke“ mit Michael Kneihs, das Ballaststofforchester Salzburg mit Cornelius Obonya und ein „Cross-Over“ Projekt mit Paul Gulda und Willi Resetarits.

Außerdem ist er als Mitbegründer gemeinsam mit Initiator Christoph Mallinger und Andreas Tentschert seit 2009 im Rahmen der „Passion Weeks“ Workshops aktiv, welche die Verbindung und Synergien von Musik und Sport in den Mittelpunkt stellen und sowohl in Österreich als auch international (Spanien, Marokko) erfolgreich stattfinden.

Seine institutionelle pädagogische Karriere begann 2013 mit einer Anstellung an der Johann Sebastian Bach Musikschule in Wien, wo er bis 2019 als Lehrender für Saxophon, Musiktheorie, Gehörbildung und Rhythmusschulung tätig war. Parallel dazu blickt er auf ein mehrjähriges Engagement als Gehörbildungslehrender am Performing Center Austria sowie erfolgreiche Vertretungsaufträge für Univ. Mag. art. Florian Bramböck und Prof. Harry Sokal an der Anton Bruckner Privatuniversität zurück.

Jazz und Improvisierte Musik Universität