Erfolgreiches Symposium zu Leben und Werk von Eduard Steuermann

Das Institut für Theorie und Geschichte veranstaltete von 15. – 17. November 2018 ein Symposium zu Leben und Werk des (nicht nur) für seine Interpretationen der Klaviermusik Arnold Schönbergs hoch gerühmten Pianisten, Komponisten und Lehrers Eduard Steuermann (1892–1964).

Während Steuermanns Bedeutung als Interpret der Wiener Schule in Fachkreisen außer Frage steht, ist sein Klavierspiel nur in geringem Ausmaß auf Tonträgern überliefert und einer breiteren Öffentlichkeit heute ebenso wenig bekannt wie seine anspruchsvollen Kompositionen.

Musikforscher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz  näherten sich der Künstlerpersönlichkeit Steuermanns aus unterschiedlichen Perspektiven und versuchten seine bis heute weitgehend unterschwellig andauernde Wirkung  zu ergründen. Eine Reihe bisher unzugänglicher privater Tonaufnahmen erlaubte es dabei erstmals auch, Steuermanns Interpretationen von Klaviermusik des 18. und 19. Jahrhunderts zu erforschen.

Zu den Vortragenden zählten neben den Organisatoren Lars E. Laubhold und Anton Voigt, Irene Suchy (Wien), Karin Wagner (Linz/Wien), Werner Unger (Kehl), Thomas Glaser (Graz),  Eike Feß (Wien), Jürg Stenzl (Salzburg/Wien), Matthias Schmidt (Basel), Volker Rülke (Berlin) sowie Martin Zenck (Würzburg). Edith Kraft, eine New Yorker Schülerin Steuermanns, war zur Schlussdiskussion per Skype zugeschaltet.

Konzerte mit Studierenden der Bruckneruniversität und dem Minetti Quartett & Gästen

Zwei im Rahmen des Symposiums  veranstaltete Konzerte gaben Gelegenheit, der musikalischen Welt des Künstlers auch hörend nachzuspüren. So brachten Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität am 15.11. unter der Leitung von Till Alexander Körber im Kleinen Saal ausgewählten Werke aus Steuermanns Repertoire zur Aufführung.

Am 16. November fand im Großen Saal der Universität unter dem Titel „A Program Honoring Edward Steuermann“ die vollständige Rekonstruktion eines Konzerts an der Juilliard School of Music, NY vom 13. Mai 1963 statt. In dessen Rahmen brachte das Minetti Quartett, das seit seiner Nominierung für den „Rising Stars“ Zyklus der „European Concert Hall Organization“ internationale Erfolge feiert, die europäische Erstaufführung des Streichquartetts Nr. 2 „Diary“ (1960/61) von Eduard Steuermann zu Gehör.

Als besonderer Gast konnte aus diesem Anlass auch der Neffe Eduard Steuermanns, der Dirigent, Komponist und ehemalige Direktor der Oper Frankfurt, Michael Gielen, begrüßt werden. 

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