Projekte

Analysis of Musical Interpretation: Herbert von Karajan

"Karajan in Farbe"
(FWF gefördertes Projekt)


Die Analyse musikalischer Interpretationen spielt eine immer größere Rolle in der Musikwissenschaft. Zugleich stellt sie die Forschung vor neue Herausforderungen. Wir sind in der Lage, die wesentlichen Unterschiede bei der Wiedergabe ein- und desselben Notentextes durch zwei verschiedene Instrumentalisten herauszuarbeiten. Bei Werken in großer Orchesterbesetzung stößt die empirische Untersuchung jedoch rasch an ihre Grenzen, zu groß ist hier die akustische Komplexität.

Ein durch den Wissenschaftsfond FWF gefördertes Projekt des Grazer Musikforschers Peter Revers zeigt nun „Wege zu einer interdisziplinären, computergestützten Analyse musikalischer Interpretation“. Es entsteht: „Eine Fallstudie am Beispiel Herbert von Karajans“. Das Kernteam an der Kunstuniversität Graz entwickelt gemeinsam mit Forschern der Johannes Kepler Universität Linz, des Eliette und Herbert von Karajan Instituts, des Mozarteums in Salzburg, der Anton Bruckner Privatuniversität, des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, der Stanford und der Harvard University neueste computerunterstützte Methoden, die nicht weniger als eine empirische Detailanalyse komplexer Klangerlebnisse möglich machen. Diese  werden im Rahmen des Projekts exemplarisch auf das Œuvre des Dirigenten Herbert von Karajan angewandt, welches so – u. a. durch computergenerierte Visualisierungen – neu zu erschließen ist. In diesem Rahmen wird Lars E. Laubhold gemeinsam mit einem studentischen Mitarbeiter den Fokus insbesondere auf Karajan als Medienkünstler legen. 

Beispiel Alpensymphonie


Naturalezza

Tagungsband

Zurückgehend auf einen Forschungsschwerpunkt der ABPU im Studienjahr 15/16 und eine internationale Tagung am 20./21. April 2018 (Programm) erscheint demnächst im transcript Verlag (Herbst 2018) der Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten/innen.

Vera Grund / Claire Genewein / Hans Georg Nicklaus (Hg.) 

Naturalezza | Simplicité – Natürlichkeit im Musiktheater

 

 

Beiträge u.a. von Rebecca Grotjahn, Günther Heeg, Claudia Jeschke, Susanne Winter, Deda Cristina Colonna, João Luís Paixão, Vera Grund, Claire Genewein und Hans Georg Nicklaus

Kaum ein anderes Thema verbindet Ästhetik und Moral so sehr wie »Natur«. Der Aspekt der moralischen Überlegenheit wurde der Natürlichkeit im Laufe der Geschichte immer wieder zugeschrieben und umgekehrt das moralische Gesetz aus der Natur legitimiert. Ausgangspunkt dieses Bandes ist das späte 18. Jahrhundert, in welchem die Bühnenästhetik von der Forderung nach Natürlichkeit als Gegenposition zu den barocken Affekten gekennzeichnet war.

Beiträge aus der Kunstgeschichte, Tanztheorie, Theater-, Kultur- und Musikwissenschaft sowie der Praxis der Theater- und Opernregie ebenso wie die der Choreographie diskutieren die Forderungen nach Natürlichkeit und Einfachheit. Vor etwa 250 Jahren prägten jene die Debatten um den »natürlichen Menschen« oder »edlen Wilden« in gesellschaftspolitischen, aber auch in bühnen- und musikästhetischen Diskursen.

Es zeigt sich einmal mehr: Was Natur ist, bestimmt die Kunst.


Publikationen

Holzinger, Rainer & Frauscher, Christian (angewandte Psychologie)

  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2015). Die Prävalenz des Burnout-Syndroms bei Lehrkräften des oö. Landesmusikschulwerkes. Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher C. & Holzinger, R. (2015). Explorative Analyse chronischer Stressbelastungen bei MusiklehrerInnen und MusikerInnen unter Einsatz des Trierer Inventars zum chronischen Stress (TICS). Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher C. & Holzinger, R. (2014). Das Potenzial langsamer kortikaler Potenziale – Was können SCPs? Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher C. & Holzinger, R. (2013). HEG – Hämoenzephalographie. Nahin-frarotspektroskopie als Neurofeedbackanwendung. Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2012). Quantitatives EEG und Neurofeed-back als additive Diagnostik und Intervention im verhaltens-therapeutischen Setting – ein Praxisbericht. Verhaltenstherapie 22(1), 75-76. 
  • Frauscher, C., Girlinger, N. & Holzinger, R. (2011). Mentale Repräsentation von Atembewegungsbildern bei QuerflötistInnen. In: G. Enser & M. Oebelsberger (Hg.). Vernetzung als Chance für die Musikpädagogik. Publikationsreihe der Universität Mozarteum Salzburg, Band 4, 35-59. Wien: Universal Edition. 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2010). Coachingmaßnahmen in der Musikpädagogik auf Basis elektromyographischer Messdaten. Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2010). Coachingmaßnahmen in der Musikpädagogik auf Basis atemphysiologischer Messdaten. Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2010). Selbstkompetenz und Prognosetraining. Veröffentlicht auf der Plattform der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin (ÖGfMM) unter www.institut-hh.at/dokumente/kompetenzerwartung%20und%20prognosetraining.pdf 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2009). Mentales Training im Instrumentalspiel. Kefermarkt: Verlag Studio Weinberg. 
  • Holzinger, R. & Frauscher, C. (2009). „Biofeedback“ als Hilfsmittel in Lern- und Lehrsituationen der musischen Ausbildung. In: Querstand IV (81 – 98). Linz: Trauner Verlag. 
  • Frauscher, C. (2009). The Cognitive Architecture of Complex Movement: Mental Representations for Alternating Single Strokes Between Hands and Feet on the Drum-set. In: A. Mornell (Ed.). Art in Motion. Musical and Athletic Motor Learning & Performance (188-189). Frankfurt am Main: Peter Lang. 
  • Frauscher, C. & Holzinger, R. (2010). Selbstkompetenz und Prognosetraining. Veröffentlicht auf der Plattform der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin (ÖGfMM).

Kauer, Wolfgang (Deutsch als Fremdsprache)

Beitrag:

  • Der japanische Stifter. In: Europa erlesen: Die Donau“ (Anthologie) Wieser Verlag: Klagenfurt 2014

Buchveröffentlichungen:

  • Die Donau hinauf. Maskenprosa (Linz.Kultur.Texte: Linz 1996)
  • Nachtseite. Kurzprosa. (arovell: Salzburg/Wien 2007)
  • Azur-Fenster. Erzählungen und Lyrik. (arovell: Salzburg/Wien 2008)
  • Magenta Verde. Prosa, Lyrik, Aphorismen. (arovell: Salzburg/Wien 2009)
  • Funken Regen. Historische Prosa und filmisches Epos. (arovell: Salzburg/Wien 2010)
  • Geheimnisvoll gewinnbringend. Satiren. (arovell: Salzburg/Wien 2012)
  • Der Code der Schnabelkanne. Ikonografischer Roman. Bd. 1 der Schnabelkannentrilogie (Edition Innsalz: Ranshofen 2012)
  • Frau Perchta und die Schnabelkanne. Ikonografischer Roman. Bd 2 der Schnabelkannentrilogie (Edition Innsalz: Ranshofen 2013)
  • Frau Venus auf Wanderschaft. Mythografischer Roman. Bd. 3 der Schnabelkannentrilogie (Edition Innsalz: Ranshofen 2015)
  • Ausgewählte Gedichte. Mit einem Vorwort von Maria Herlo, Mannheimer Morgen (= Podium Porträt Bd. 92) Podium-Verlag: Wien 2017

Laubhold, Lars E. (Musikgeschichte, Interpretationsforschung)

Monographien und Herausgeberschaften (Auswahl)

  • Dommusikarchiv Salzburg (A-Sd). Thematischer Katalog der musikalischen Quellen, Reihe A, bearbeitet von Eva Neumayr und Lars E. Laubhold unter der Projektleitung von Ernst Hintermaier, Hollitzer: Wien 2018 (Schriftenreihe des Archivs der Erzdiözese Salzburg 17) [xvii + 951 Seiten, im Druck].
  • Von Nikisch bis Norrington: Beethovens 5. Sinfonie auf Tonträger. Ein Beitrag zur Geschichte der musikalischen Interpretation im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit, edition text + kritik: München 2014 [649 Seiten + Audio-CD].
  • Keine Chance für Mozart. Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo und sein letzter Hofkapellmeister Luigi Gatti (1740-1817). Symposiumsbericht, hrsg. v. Eva Neumayr u. Lars E. Laubhold, Libreria Musicale Italiana: Lucca 2013 (Veröffentlichungen zur Salzburger Musikgeschichte, 10; zugl. Musicologica Transalpina, 2; zugl. Schriftenreihe des Archivs der Erzdiözese Salzburg, 12)
  • Herbert von Karajan (1908–1989). Der Dirigent im Licht einer Geschichte der musikalischen Interpretation, hrsg. v. Lars E. Laubhold u. Jürg Stenzl, Salzburg 2008.

Aufsätze (Auswahl)

  • Eduard Steuermann als Schönberg-Interpret. Zu den Tondokumenten der Sechs kleinen Klavierstücke op. 19, in: Journal of the Arnold Schoenberg Center 2018 [im Druck].
  • Mozart, Strauss und Klemperer: Überlegungen zu Grenzen und Möglichkeiten der Interpretationsforschung am Beispiel, in: Sowohl Mozart als auch … Salzburger Jubiläumstagung zur Rezeptions- und Interpretationsforschung 2016, hrsg. v. Joachim Brügge, Rombach: Freiburg i. Br. 2017 (klang-reden. Schriften zur Musikalischen Rezeptions- und Interpretationsgeschichte, 18), S. 269–288.
  • Gemeinsam mit Eva Neumayr: Luigi Gatti and the Catalogus Musicalis in Ecclesia Metropolitana of the Salzburg Cathedral, in: Luigi Gatti (1740–1817). La musica a Mantova e a Salisburgo tra Sette e Ottocento. Convegno Internazionale di Studi, Mantova, 9−10 ottobre 2010, a cura di Alessandro Lattanzi con la collaborazione di Eva Neumayr e Lars E. Laubhold, Libreria Musicale Italiana: Lucca 2017, S. 147−165.
  • Ein "bombastischer Abgesang". Musik und nationalsozialistische Ideologie im Tobis-Film Philharmoniker (D 1944), in: Die Musikforschung (4/2015), S. 384‒414.
  • Luigi Gatti, Hieronymus Colloredo und die Salzburger Trompetenmusik ihrer Zeit, in: Keine Chance für Mozart. Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo und seine Hofkapellmeister. Symposiumsbericht, hrsg. v. Eva Neumayr u. Lars E. Laubhold, Libreria Musicale Italiana: Lucca 2013 (Veröffentlichungen zur Salzburger Musikgeschichte 10, zugl. Musicologica Transalpina 2, zugl. Schriftenreihe des Archivs der Erzdiözese Salzburg 12), S. 117‒143.
  • Musikgeschichte 10, zugl. Musicologica Transalpina 2, zugl. Schriftenreihe des Archivs der Erzdiözese Salzburg 12), S. 117‒143.
  • Gemeinsam mit Eva Neumayr: Quellen zur Rezeption des Requiems von W. A. Mozart in Salzburg im frühen 19. Jahrhundert, in: Mozart-Jahrbuch 2009/10, Kassel u.a. 2012, S. 187−209.
  • Die Trompeter- und Paukerkunst zur Zeit Wolf Dietrichs, in: Strategien der Macht. Hof und Residenz in Salzburg um 1600 − Architektur, Repräsentation und Verwaltung unter Wolf Dietrich von Raitenau. 1587 bis 1611/12, hrsg. v. Gerhard Ammerer u. Ingonda Hannesschläger, Salzburg 2011 (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 28. Ergänzungsband), S. 577−588.
  • Gemeinsam mit Eva Neumayr: „…was mein Bruder in seinen Chören mit der Ewigkeit treibt…“ Quellen zur frühen Rezeption von Joseph Haydns Schöpfung in Salzburg, in: Haydn-Studien 10, H. 1 (Juni 2010), S. 55−70.
  • „Beg to differ, Mr. Harnoncourt“. Nikolaus Harnoncourts Beethoven-Interpretation, dargestellt am Beispiel der 5. Sinfonie, in: Ereignis Klangrede. Nikolaus Harnancourt als Dirigent und Musikdenker, hrsg. v. Wolfgang Gratzer, Freiburg i. Br. 2009 (klang-reden. Schriften zur Musikalischen Rezeptions- und Interpretationsgeschichte, 3), S. 233−263.
  • Beziehungszauber zwischen Verlangen und Verzicht. Zu Guillaume de Machauts Ballade Esperance qui m’asseüre, in: Archiv für Musikwissenschaft 63, H. 4 (2006), S. 290−308. 
  • Meister der hässlichen Kunst. Zur Instrumentierung von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, in: Musik und Ästhetik 9, H. 36 (Oktober 2005), S. 61−80.
  • Meister der hässlichen Kunst. Zur Instrumentierung von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, in: Musik und Ästhetik 9, H. 36 (Oktober 2005), S. 61−80.

Nicklaus, Hans Georg (Musikgeschichte, Kulturgeschichte)

Bücher:

  • Weltsprache Musik. Rousseau und der Triumph der Melodie über die Harmonie. Wilhelm Fink Verlag, München 2015.
  • Die Maschine des Himmels. Zur Kosmologie und Ästhetik des Klangs. Wilhelm Fink Verlag, München 1994.
  • Sonanzen. Musikphilosophische Aufsätze. Verlag Die blaue Eule, Essen 1987.
  • Mitherausgeber gem. mit Vera Grund und Claire Genewein: Naturalezza / Simplicité - Natürlichkeit im Musiktheater. Transcript Verlag, Bielefeld 2018.

Aufsätze/Artikel (Auswahl):

  • Simmen der Unschuld: Kastratengesang im Kontext von Kindheit und Pädagogik. In: Vera Grund / Claire Genewein / Hans Georg Nicklaus (Hg.): Naturalezza | Simplicité - Natürlichkeit im Musiktheater. Bielefeld (Transcript) 2018.
  • Polyphonie. Übertragungen zwischen Musikästhetik und Staatstheorie. In: Ivo Gurschler / Sophia Panteliadou / Christopher Schlembach: Sehen und Sagen. Für Walter Seitter. Wien (Sonderzahl) 2017, S. 172-178.
  • Rezension zu „Melanie Unselt: Biographie und Musikgeschichte“, Köln/Wien/Weimar (Böhlau) 2014, in: ÖMZ, Österreichische Musikzeitschrift 03/2016 Wien (Hollitzer).
  • Musik moderieren. Musikvermittlung im Radio. In: on air - on sale. Musik und Radio. ÖMZ, Österreichische Musikzeitschrift 02/2016. Wien (Hollitzer) 2016, S. 34-41.
  • „Das ist himmlisch, göttlich, unaussprechlich!“ - Paganini und die zwei Seiten des ‚romantischen’ Virtuosen. In: Karin Wagner / Anton Voigt (Hg.): notations 1985-2015. Texte zu Klavierdidaktik, Werkgeschichte und Interpretation. Wien (Universal Edition) 2015.
  • Von A wie Arpeggio bis Z wie Zither. Das Ö1 Musiklexikon. In: Gehört. Das Ö1-Magazin, Nr. 221, Wien 5/2014.
  • Zwischen Kunst und Wissenschaft. Zum 80. Geburtstag von Peter Gülke. In: Gehört. Das Ö1-Magazin, Nr. 220, Wien 4/2014.

Revers, Peter (Musikgeschichte, Musikanalyse)

  • Revers, Peter / Korte, Oliver (Hrsg.): Gustav Mahler - Interpretationen seiner Werke, 2 Bände, zusammen ca. 1.100 Seiten, Laaber 2011 (Laaber-Verlag)

Strasser, Peter (Musiktheorie)

  • Strasser, Peter. Simon Sechters Abhandlung über die musikalisch-akustischen Tonverhältnisse: Erstveröffentlichung, Kommentar und Konsequenzen für die Aufführungspraxis. Bern: Verlag Peter Lang, 2008.
  • Aus dem Inhalt: Zu Sechsters Biographie - Die Abhandlung - Der Intervallbegriff im 19. Jh. - Modulation und Enharmonik - Melodisch-lineare und harmonisch-vertikale Kräfte -Ausdrucksqualitäten in einem dynamischen Intervallmodell.