Wenn auch die Anton Bruckner Privatuniversität ihren Namen erst seit kurzem trägt - die Musikerziehung in Linz hat eine mehr als 200-jährige Tradition. Bereits 1799 gründete der Stadtmusikdirektor Franz Xaver Glöggl, ein Vertrauter Michael Haydns, Mozarts und Beethovens, die erste Musikschule in Linz. Im Jahr 1823 richtete dann der neugegründete Linzer Musikverein eine Singschule ein - der eigentliche Vorläufer der Anton Bruckner Privatuniversität.
Der Versuch, Anton Bruckner 1863 als Direktor der Musikschule zu gewinnen, misslang. Allerdings stand der Bruckner-Biograph und ehemalige Sekretär Franz Liszt', August Göllerich, dem mittlerweile erstarkten Institut von 1896-1923 vor. Und 1932 hielt Bruckner als Namensgeber Einzug - durch die Aufwertung der damaligen Musikschule zum Bruckner-Konservatorium Linz und nunmehr zur "Anton Bruckner Privatuniversität".
Die ursprüngliche Hauptaufgabe des Vorgängerinstituts, das Niveau des Linzer Musiklebens durch bessere Laienausbildung zu heben, wird seit 1950 von der Musikschule der Stadt Linz wahrgenommen, während sich das Bruckner-Konservatorium mehr und mehr als führende Berufsausbildungsstätte profilieren konnte. Diese Entwicklung wurde von den Direktoren Carl Steiner (1945-1958), Wilhelm Jerger (1958-1973), Gerhard Dallinger (1973-1990), Hans Maria Kneihs (1990-1995) und Reinhart von Gutzeit (seit 1995) kontinuierlich weitergeführt. Univ.Prof. Anton Voigt führte von 2006 - 2007 als kommissarischer Rektor die Bruckneruni. Die amtierende Rektorin Univ.Prof.(Leipzig) Dr. Marianne Betz prägt seit 2007 die Geschicke des Hauses. Seit den 90er Jahren entwickelte sich das Bruckner-Konservatorium aus einem höheren Musikschulbetrieb in eines der aktivsten Kulturzentren von Linz. Gleichfalls kontinuierlich erweitert wurde das Ausbildungsspektrum des ehemaligen Bruckner-Konservatoriums, das nun (2004) in die Agenda der Anton Bruckner Privatuniversität übergeht: zwölf verschiedene Studienrichtungen sowie drei Universitätslehrgänge in den Bereichen Klassische Musik, Jazz, Schauspiel und Zeitgenössischer Tanz. Dieses Angebot ermöglicht den Studierenden Abschlüsse als Bachelor of Arts oder Master of Arts, die den Abschlüssen an europäischen Kunsthochschulen und -universitäten gleichgestellt sind.


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