NEWS-ARCHIV

Tanzfestival Luftlinie #3 an der Bruckneruni

Foto: Richard Kirchner

Fr. 18.06.2010, 12:00 Uhr, Großer Saal
Schulvorstellung IDAS längste Tage
Information und Anmeldung: ida@bruckneruni.at

Fr. 18.06.2010, 19:30 Uhr, Großer Saal
IDAS längste Tage
Choreographien von Jianan Qu, Alexander J. Gottfarb, Repertoirestücke - einstudiert von Harmen Tromp sowie ”Die Luft zerbricht” und ”Wolfgang, bitte...”

So. 20.06.2010, 19.30 Uhr, Großer Saal
Cie. Off Verticality / C.O.V. presents:
u.a. „Die Luft zerbricht“, Choreografie: Rose Breuss
„Wofgang, bitte...“, Musik: Wolfgang Amadeus Mozart, Choreografie: Rui Horta, einstudiert von Annette Lopez Leal, Solos von Anna Prokopová und Dorota Lecka

Eintritt frei

Preview
Di, 17.8.2010 Stadttheater Gmunden, 19:30 Uhr
im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden 2010
SOMMERSPHÄREN „Sichtbare Lieder“, Choreografie: Rose Breuss
„Hate“, Choreografie: Juan Dante Murillo Bobadilla / Arnulfo Ravagli Pardo
Karten: € 25,–/12,50,–, T: 07612 / 70630
www.festwochen-gmunden.at

Das Tanzfestival Luftlinie #3 fokussiert brennende Themen und energetisch facettenreiche Bewegungsfigurationen, die von der Cie. Off Verticality/C.O.V. , von Studierenden des Institute for Dance Arts IDA und von speziellen Tanzgästen präsentiert werden. Die TänzerInnen versuchen im Rahmen des aktuellsten Tanzrepertoires den Zauber der Sommersonnwendnacht einzufangen, einer Nacht, der in unseren kulturellen Zuschreibungen besondere Bewegungslust zugeschrieben wird. Anschließend an die Vorstellungen gibt es die Möglichkeit mit TänzerInnen und Lehrenden zu diskutieren und phantasieren.

Ziel der Tanzreihe „Luftlinien“ ist es, das laufende Repertoire der Cie.O.V. zu präsentieren und ein repräsentatives Programm auf höchstem künstlerischen Niveau zu zeigen. Am 8. Juni gastierte das Ensemble bereits mit „Sichtbare Lieder“, Die Luft zerbricht“, und den “6 Degrees Of Separation“ im KulturHaus Spinnerei Traun.

Im Dezember 2010 wird C.O.V. wieder bei OdeonTanz gastieren.
www.odeontanz.at

Zu den Stücken (Auswahl)
Sichtbare Lieder / Choreografie: Rose Breuss

Die von Erotik, mythologischen Anspielungen und gesellschaftlichen Umgangsformen geprägten Fêtes Galantes sind die Quelle einiger der berühmtesten Tanzstoffe und Ballette. Die „Chopiniana“ (später wurde dieses Ballett zu „Les Sylphides“ umbenannt) war die Inspiration zu einem Auftrag des berühmten Impresarios Sergei Diaghilew an den Komponisten Francis Poulenc, für die Ballett Russe „Les Biches“ zu schreiben. Die Verflechtung von Mythologie und zeitgenössischen Lebens- und Tanzwelten inspirierte Rose Breuss zu einer ins heute transformierten Choreografie der alten Fêtes Galantes. Gesteigerte Körperlichkeit und energetisch-aufgeladene Bewegungsfigurationen formen ein Stück, das in fein gesponnenen Bewegungsnetzen poetisch aufgespannt wird.

Die Musik wird vom Komponisten und Vierteltontrompeter Franz Hautzinger in eine Welt der Bläserklänge gegossen, die Anklänge an die französische Musik einschließt. Die Sphären werden festlich und wir denken an Poulencs Freund Paul Éluard, der in seinen „Sichtbaren Liedern“ zu den menschlichen Körpersphären sagt: „und was brennen soll, brennt“.

Die Luft zerbricht – eine Vogelsuite / Choreografie: Rose Breuss

Vögel – Schwäne, Feuervögel, blaue Vögel – sind die Protagonisten alter Tanz- und Ballettstoffe. Zumeist verkörpern sie die Freiheit der Intuitionen – und den Mut zum Unkonventionellen. Sie beleben Nischen und die Lüfte, schwingen sich auf und bilden Schwärme, die in sich beweglich bleiben.

Die Musik von Stephan Maaß baut Stimmungen aus Loups und Grooves, in denen die Atmosphären dieser Körperwelten vibrieren.

„Die Luft zerbricht“ ist ein erster Ausschnitt aus einer neuen Choreografie von Rose Breuss, die im Dezember im stimmungsvollen Odeontheater in Wien Premiere haben wird.

Biographien

Rose Breuss
Geboren in Vorarlberg. Studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien, an der Theaterschool Amsterdam, der Temple University Philadelphia / USA, der University of Surrey / Labanotation Institute.

Sie choreografierte u.a. für das Niederösterreichische Donaufestival, Wiener Festwochen, Kammeroper Wien, die Theater Künstlerhaus, Österreichische Galerie Belvedere, Kunststiftung Essl / Klosterneuburg, Ballettschule der Wiener Staatsoper, Posthof Linz, Staatsgalerie Stuttgart, szene bunte wähne, Odeon, TanzTheaterWien, x-IDA Kompanie, Jeunesse musicale, Wiener Konzerthaus, Klangforum Wien, Tanzquartier Wien, Grand Théâtre Luxembourg und Philharmonie Luxembourg, Festspielhaus St. Pölten, Bregenzer Festspiele, Odeon Wien.

Ausgezeichnet mit dem Max Brand Preis für Experimentelle Musik, dem Theodor Körner Preis für Wissenschaft und Kunst und der Prämie des Bundeskanzleramtes für die Choreographie „Drift“.

Institutsdirektorin IDA – Institute for Dance Arts an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, wo sie lehrt und sich habilitierte. Als Gastdozentin an der Ballettschule der Wiener Staatsoper, an der Universität Salzburg Musik- und Tanzwissenschaft und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt. Gemeinsam mit Johannes Randolf gründete sie in Linz 2009 die C.O.V. / Cie. Off Verticality.

Johannes Randolf erhielt seine Tanzausbildung an der Tanzakademie in Rotterdam und ist zertifizierter Trainer und Pre-Trainer für das Gyrotonic Expansion System® und Master Trainer für Gyrokinesis®. Er tanzte mit verschiedenen Compagnien und Choreografen u.a. toladá dance company (D), Joseph Tmim, Cia. Vicente Saez (E), Cie. Initiale (F) und Ballett Linz (A), bevor er die company Cie. NoVaS zusammen mit Randi Liebnau gründete. Mit der Choreografie „second skin“ gewannen sie 2001 beim Internationalen Choreografie Festival in Kalisz (PL) den Ersten Preis.

Johannes Randolf unterrichtet zeitgenössischen Tanz am IDA – Institute for Dance Arts an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, war sechs Jahre lang künstlerischer Co-Leiter der postgraduate dance company x.IDA und fünf Jahre lang künstlerischer Co-Direktor des choreographicentrelinz. Er gibt regelmäßig Workshops bei diversen Festivals sowie in Ausbildungszentren im In- und Ausland. Johannes Randolf ist Gastdozent unter anderem an der Tanzakademie in Rotterdam und der University of Calgary.

Gründung der C.O.V. / Cie. Off Verticality mit Rose Breuss, Linz 2009.

C.O.V. / Cie. Off Verticality

2009 von der Choreografin Rose Breuss und dem Tänzer Johannes Randolf gegründet, gastierte C.O.V. mit ihrem facettenreichen Tanzrepertoire und ihren energetisch-virtuosen TänzerInnen bereits mit großem Erfolg u.a. bei den Bregenzer Festspielen, in den Berliner Sophiensälen, im Wiener MuseumsQuartier und in der Philharmonie Luxembourg. Die Choreografin Rose Breuss ist derzeit Artist in Residence im Wiener Odeon, in dessen Programm C.O.V. einen fixen Platz einnimmt.

Die TänzerInnen sind AbsolventInnen des Studiums für Zeitgenössischen Bühnentanz der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, die durch ihre hervorragende Qualität international zu den führenden Bühnentanzausbildungsstätten zählt.

C.O.V. wird unterstützt durch Mittel der Stadt Linz, des Landes Oberösterreich und des BMUKK.

www.cov.or.at

Das Institute of Dance Arts (IDA): Ein engagiertes Team aus international renommierten DozentInnen vermittelt den Studierenden eine ausgeprägte Tanztechnik, individuelle Kreativität und künstlerische Reflexionsfähigkeit. Derzeit studieren am Institute of Dance Arts ca. 60 Studierende aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen, Serbien, Frankreich, China, Kolumbien, USA, u. a. Institutsdirektorin ist Univ. Prof. Rose Breuss.