Rezension - Ein gar köstlicher goldener Mozartstrudel
(Neues Volksblatt, 10.2.2010)
Die Kontrabässe waren größer als ihre Spieler, als Montagabend wieder einmal ein junges Orchester das Publikum mit seinem Können erfreute. Im großen Saal der Linzer Bruckner-Uni führte die Upper Austrian Sinfonietta unter ihrem Leiter Peter Aigner das Singspiel „Der goldene Mozartstrudel“ auf, ein anspruchsvolles und in sehr guter Qualität musizierte Unterhaltungsprogramm. Wo Mozart draufstand, war auch Mozart drin, nämlich originale Mozartmusik aus seiner Komödie „Der Schauspieldirektor“ (KV 486), garniert mit jazzigen Neufassungen (von Herwig Neugebauer) und Texten in beißend-witziger Dialogfassung (Norbert Trawöger). Das Gerangel der Sänger am Bühnenrandsofa in der Regie von Alexander Hauer drehte sich um den Gewinn des „Mozartstrudels“, eigentlich um die beste Rolle einer Opernaufführung. Die gesangliche Bravour der Damen Madame Herz (Christine Ornetsmüller) und Mademoiselle Silberklang (Martina Fender) und deren erfreuliche schauspielerische Präsenz sowie die Bemühungen des Monsieur Vogelsang (Karl Brandstötter) und des Erzählers Buff (Josef Zwink) sorgten immer wieder für Lacher.
Christine Grubauer
Weiter Aufführungen: Heute (19 Uhr) in der Landesmusikschule Neuhofen an der Krems.; morgen (19 Uhr) im Salzhof Freistadt.







