EINBLICKE in die künstlerische Arbeit der Elementaren Musikpädagogik am 22. März 2010, 19:30 Uhr im großen Saal der Anton Bruckner Privatuniversität.
Der Abend wurde von Studierenden im ersten und dritten Studienjahr gestaltet.
Im Ersten Teil präsentierten Christina Höller, Johanna Klinglmüller, Magdalena Mülleder und Petra Tiefenthaler ihr Stück:
Farben in der Musik
Die musikalisch – szenische Collage wurde unter der Leitung von Leonardo Riveiro von den Studierenden im zentralen künstlerischen Fach Musik-Bewegung –Stimme selbst entwickelt.
Es bestand aus viel Bildern.
1. Szene – Entrée
Inhalt:
Einstieg in die Farbenwelt, Vorstellen der vertretenen Farben Rot, Blau, Grün, Weiß als Farben sowie Klangfarben. Der Handlungsfaden der Suche nach der Farbe Gelb wird eingeführt.
In diesem Teil wird mit Kazoos, Zugposaunen ( Selbstbauinsturmenten) und Singstimme
musiziert.
Für eine Publikums-Mitmachaktion werden 100 Kazoos ausgegeben.
Dieser Teil ist in drei Abschnitte gegliedert:
Instrumentale Improvisation - Frage – Antwortspiel auf der Suche nach dem Gelb
Rhythmische Aktionen mit Klangfarben der Zugposaunen
Harmonienfindung bzw. Überlagerungen mit Zugposaunen
2. Szene - Farbenpoesie
Inhalt:
Darstellen der Farben durch Tanz mit Tüchern.
Eigenschaften der Farben durch poetische Sätze repräsentieren
Die jeweilige Farbe als die beste aller Möglichkeiten darstellen.
An Materialien wurden 4 große Tücher in den Farben Rot, Grün, Blau und Weiß,
und 4 farbige Stühle verwendet.
Das Gedicht „Feuerfarb“ von Sophie Mereau wird gesprochen und getanzt.
3. Szene – Rhythmus mit Stäben
Inhalt:
Diese Miniatur soll den Streit um Hierarchie zwischen den einzelnen Farben darstellen, Allmählich wird klar, dass nur durch Kooperation die schöne Bilder entstehen können.
In einem ersten, sehr energievollen Teil werden überlagerte rhythmische Pattern mit Stöcken auf den Boden geklopft. Die anschließenden Figuren und Bilder wie Raute, Stern, etc. zeigen das Zusammenspiel der Farben.
4. Szene: Klangfarben zu VIERT
Inhalt:
Vier Klangfarben werden von vier Instrumenten - Violine, Flöte, Blockflöte und Klarinette – repräsentiert.
Sie agieren zuerst unabhängig, in Form von Clustern, treten dann in einem Frage – Antwortmuster in Kontakt.
Schließlich finden sie zu einem Ostinato mit, für diese Instrumente untypischen, Spielweisen. Dieses Pattern wird in Halbtönen , wie eine Frage gesteigert. Die Antwort darauf ist das Erscheinen der im ganzen Stück gesuchten Farbe Gelb wodurch sich der Spannungsbogen schießt.
Diese Szene spielen die Studierenden mit ihren eigenen Instrumenten.
Nach der Pause kam das Musiktheaterstück „Der kleine Prinz“ nach der Geschichte von Antoine de Saint-Exupéry zur Aufführung.
Es entstand im zentralen künstlerischen Fach der Bachelor - Studierenden im dritten Studienjahr unter der Leitung von Isabella Letzbor.
Die Aufgabe der Studierenden bestand darin, aus dem bestehenden Stück, gemeinsam mit Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, ein Musiktheaterstück zu gestalten. Alle Elemente wurden von den Studierenden und Jugendlichen selbst entwickelt. Die Studierenden leiteten den Gestaltungs- und Erarbeitungsprozeß. Als Ausführende standen die Jugendlichen auf der Bühne.
Durch eigenständige Interpretation der einzelnen Szenen entstand ein sehr buntes und abwechslungsreiches Stück. Als Gestaltungsmittel kamen neben Schauspiel und Bühnenbild und Bühnenlicht vokales und instrumentales Musizieren, Tanz, Schattentheater und schwarzes Theater zum Einsatz. Es gab wunderbare feine, ernste und witzige Szenen. Die Jugendlichen sangen angenehm mit und ohne Mikrophon. Sie sprachen und spielten mit vollem Einsatz.


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