Es war schon ein besonderes Konzert, das am 4. April 2011 in der Pfarrkirche St. Franziskus in Steyr über die Bühne gegangen ist: Nicht nur deswegen, weil der Reinerlös einem sozialen Projekt in Namibia zugute kam, sondern weil im zweiten Teil des Konzertes zwei Institute, EMP (Elementare Musikpädagogik) und Schauspiel, Wilhelm Buschs Lausbubenstreiche „Max und Moritz“ als szenische Kantate aufgeführt haben. Szene und Text wurden von Studierenden des Schauspielinstituts übernommen. Gemeinsam mit den Schauspielstudierenden ist Walter Samuel Bartussek(Pantomimische Umsetzung) und Michael Jackenkroll (Textarbeit und Sprecherbetreuung) eine spritzige, humorvolle und treffende Version des Stückes gelungen. Den musikalischen Part (Musik und Gesang) haben Studierende der EMP gemeinsam mit Werner Jocher erarbeitet. Die musizierenden und singenden EMP-Studierenden haben dieser Kantate noch einmal einen ganz persönlichen Anstrich verpasst, indem sie lautmalerische Klangelemente in die Kantate eingebaut haben. Die szenische Kantate „Max und Moritz“ bescherte dem Publikum durch die hervorragende Qualität der Aufführung einen überaus vergnüglichen Genuss und verhalf den Akteuren zu einem lang anhaltendem Applaus.
Im ersten Teil des Konzertes wurde von den Studierenden der EMP ein anspruchsvolles Programm mit Duetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Fanny Hänsel sowie Liedern zeitgenössischer Unterhaltungsmusik geboten (Stimmliche Betreuung: Werner Jocher). Neben der spürbaren Gestaltungsfreude der Sängerinnen überzeugte das Ensemble nicht nur mit hervorragend geführten Stimmen, sondern auch mit seinem ausgewogenen Klang und guter Textdeutlichkeit. Dem Titel “STIMMung“EN“ dieses Konzertteiles wurden die Sängerinnen insofern gerecht, als sie die Gestaltung der Bühne dem jeweiligen Musikstück anpassten (Konzept Marion Roth). Dadurch wurde dieser Konzertteil nicht nur zu einem akustischen, sondern auch zu einem optischen Erlebnis.


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