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DIE GESCHICHTE DES WALDHORNS

 

Ein Projekt der Anton Bruckner Privatuniversität unter der Leitung von Mag. Albert Heitzinger.

Bestellungen bei Mag. Albert Heitzinger
Tel.: 0043-660-34 86 046
e-mail: a.heitzinger@bruckneruni.at
Unkostenbeitrag: € 12,-- pro Stück (+ Porto)

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn man durch die vorliegende DVD "blättert" - ein virtuelles Lexikon, das sich gründlich mit der Geschichte des Waldhorns auseinandersetzt. Neben den zahlreichen, wunderschönen Bildern, die das Instrument Horn in allen Formen von der Frühzeit bis heute zeigen und den wertvollen, von Reinhard Öhlberger kunstvoll gesprochenen Informationen sind es aber letztlich die Tonbeispiele, die die unglaubliche Vielseitigkeit dieses schönen Instrumentes eindrucksvoll demonstrieren. Diese DVD stellt ein Novum dar, denn nie zuvor gab es die Möglichkeit, sich so einfach und umfassend mit der Geschichte des Horns auseinander zu setzen. Die Menüführung der DVD ist originell, einfach und spannend zugleich, da man in jedem Raum Türen entdeckt, durch die man "schreiten" kann, um sich wie in einem Museum staunend zu informieren, bzw. um die vielfarbigen Klänge des Horns zu genießen.

Dieses Projekt unter der Leitung von Albert Heitzinger ist meines Wissens das erste und einzige in dieser Art, das in moderner Weise die geschichtliche Entwicklung des Horns adäquat darstellt. Ausgehend von Oberösterreich reicht die bedeutung dieser arbeit weit über die Landesgrenzen hinaus und positioniert sich als wertvolles "Nachschlagewerk" in modernem Kleid, für Musiker, Studenten und Lehrer, für alle, die das Horn bewundern und lieben.

Prof. Martin Bramböck
Haydnkonservatorium Eisenstadt
Musikuniversität Wien

GELEITWORT

Wer kennt sie nicht, die Ferne und Naturlaut symbolisierenden legendären Hornsoli, mit denen etwa Schuberts „Große“ C-Dur Sinfonie oder Bruckners Vierte beginnen? Viel beschworen wurde der „Hörnerklang“ in der Literatur als Ausdruck der sehnsuchtsvollen Grundstimmung der Romantik. Was aber wissen wir über dieses Instrument „Horn“, dessen Name uns schon auf seine Form und sein Material hinweist?

Hörner gehören zu den ältesten Musikinstrumenten, die in der Geschichte der Menschheit belegt sind. Sie wurden zunächst aus allen möglichen Naturstoffen, vor allem aber aus Tierhörnern hergestellt und erfüllten vielfältige Funktionen. Horninstrumente wurden für Signale verwendet, die bei Zeremonien, in militärischen Kontexten, aber auch im kultischen Bereich eine große Rolle spielten. Im römischen Reich wurden durch Hörnersignale nicht nur das Lagerleben und das Geschehen auf dem Schlachtfeld gesteuert, sondern auch die Spiele im Zirkus. Im frühen Mittelalter werden Hörner auch als apokalyptische Instrumente in der Hand von Engeln dargestellt. Der vielleicht berühmteste Horntypus des Mittelalters, der Olifant, ein Signalhorn aus kostbarem Elfenbein, war nicht nur ein Status-, sondern auch ein Lehenssymbol: Mit seiner Hilfe gelingt es Roland, Paladin Karls des Großen, Hilfe im Kampf gegen die Sarazenen herbeizurufen. Über das Rolandslied hinaus ist der Olifant vielfach literarisch und ikonographisch, aber auch durch überlieferte Instrumente dokumentiert.

Durch die Jahrhunderte hindurch waren Hörner Instrumente, die im höfischen Zeremoniell ihren Platz hatten, aber auch in den Städten von den Türmern zum Anzeigen der Zeit gespielt wurden. Besondere Funktionen hatten sie als Jagd- und Posthörner. Vermehrt wurden Hörner auch in die Kunstmusik integriert, in besonderem Maß mit dem Aufkommen von Orchesterformationen im 17. Jahrhundert.

Die vorliegende DVD erzählt nun in besonderer Weise des „Waldhornes“, wie das populäre Instrument, das im späten 17. Jahrhundert seine runde Form erhielt, in der Folge vermehrt genannt wurde. Die Geschichte des Instrumentes wird für Musikfreunde in einer Weise erzählt, in der Hören und Sehen gleich wichtig sind. Der Autor führt die Hornliebhaber durch die Erlebnisse der Hornliteratur, die neben einem umfangreichen Repertoire an Orchesterstellen auch die Solo-, Ensemble- und Kammermusik umfasst. Jedes Beispiel wird begleitet von einer Einbettung in den jeweiligen historischen Kontext und verschönt durch Bildbeispiele aus dem Instrumentenrepertoire.

Dem Autor ist zu gratulieren zu seiner enormen Materialsammlung, die mit Akribie und Geschick hier zu einer Geschichte aufbereitet wird und das Erlebnis „Horn“ zu einem Vergnügen werden lässt. Den Nutzerinnen und Nutzern dieser DVD wünsche ich viel Freude!
Linz, im Februar 2010
Prof. Dr. Marianne Betz